Bogenbau – Griffstück für Recurvebogen fräsen


Werkstück:Griffstück / Mittelstück für Recurvebogen / Bogenbau
MaterialPappel, Platane, Zirikote, Makassar
Anwendungsart:3D Fräsen
Verwendete Maschine & Zubehör:High-Z Fräse, Drehachse, Holzfräser
Verwendete Software:ConstruCAM 3D

Hochwertige Recurvebögen von Bogenbau Falkenhorst


Die Bogenbauer von Falkenholz-Bogendesign haben sich auf die Herstellung von traditionellen Recurvebögen aus Holz spezialisiert, die ohne Visier und Stabilisatoren gebaut werden (sogenannte Blankbögen). Bei diesen Sportbögen muss man das Bogenschießen in seiner traditionellen Form beherrschen.

Durch die präzise Fertigung mit der CNC Fräse, jahrelange Erfahrung im Bogenbau sowie die Verarbeitung von hochwertigen Hölzern  ist jeder Sportbogen nicht nur hochfunktional, sondern auch optisch ein echter Hingucker.

Bei den Bogenbauern kauft man alles andere als einen Standardbogen von der Stange, denn selbst 2 Bögen von identischer Bauart unterscheiden sich in der natürlichen Maserung des Holzes und können auf Wunsch mit weiteren Applikationen oder individuellen Holzgravuren versehen werden.

Traditioneller Bogenbau: Recurvebogen aus Holz

Einen Recurvebogen erkennt man an den Wurfarmen, die im Ruhezustand vom Bogenschützen wegzeigen. Der traditionelle Recurvebogen kann aus einem Holzstück gefertigt sein (One Piece Recurve) oder aus einem Griffstück, auf dem die beiden Wurfarme verschraubt werden (Take Down Recurve). Für Wettkämpfe ist der Take-Down-Recurvebogen geläufig, der sich als Bogenset schnell zusammenbauen und auseinanderbauen lässt, was den Transport erheblich erleichtert.

Der Bogenbau mit CNC Maschinen: Griffstück CNC fräsen


Griffstück so individuell wie der Sportbogenschütze

Während der Recurvebogen in seiner Grundbauart beim Bogenbau festgelegt ist, lässt das Griffstück verschiedene Bauformen und Gestaltungsmöglichkeiten zu. So gibt es Griffstücke für mittlere bis große Hände sowie Griffstücke, die eher für zierliche Frauenhände gemacht sind. Weiterhin kann jede Griffgröße mit unterschiedlichen Griffeigenschaften hergestellt werden, z.B. mit Schuppen oder Fingerrillen für einen noch besseren Griff beim Bogenschießen.

Bogenbau Falkenholz stellte früher viele Teile in Handarbeit her

Die kunstvoll gearbeiteten Griffstücke, die Bogenbau Falkenholz herstellt, bestehen aus Rundungen und zahlreichen Details. Die Fertigung der komplexen Werkstücke erforderte in Handarbeit sehr viel Zeit und Geschick. Viel schneller und noch präziser ist die Herstellung der Griffstücke nun auf der CNC Fräse. Durch die einfache Bedienung und zügige Abarbeitung ist die Firma Falkenhorst heute flexibler im Bezug auf Sonderwünsche der Kunden und schneller in der Herstellung.

Griffstück mit CNC Fräse und Drehachse 360 Grad fräsen

Das Holzstück, aus dem das Griffstück entsteht, muss in einem Durchgang rund herum mit dem Fräser bearbeitet werden. Das Holzstück in mehreren Durchgängen per Hand zu drehen und zu fixieren mit anschließendem Wiederanfahren würde kein präzises Ergebnis produzieren.

Die 360 Grad Bearbeitung auf der CNC Fräse in einem Durchgang gelingt, wenn das Holzwerkstück zwischen einer Drehachse im Arbeitsraum der CNC Fräse befestigt ist. Die Drehachse bildet somit die vierte Achse und macht durch die Drehbewegung eine 360 Grad Bearbeitung möglich.

Fräsen Holzbogen

Bogenbau mit der CNC: Griffstück von Recurvebogen mit Drehachse 360 Grad fräsen

Griffstück fräsen Recurvebogen

Mittelteil des Bogens 3D Fräsen – Präzise Ausarbeitung der Konturen und Details

Griffstück 3d fräsen auf Drehachse

4-Achs-Fräsen des Bogen im Arbeitsraum der CNC Fräse vom Typ High-Z S-720T

Eingesetzte Software für das 3D Fräsen

Die Rohdaten (STL Files ) für die Sportbögen wurden in einer 3D CAD Software erstellt. Im Anschluss daran werden dann die stl Files mit der Software DeskProto ( unterstützt eine vierte Achse ) in eine fräsbare DIN ISO Datei konvertiert, die schließlich von der CAM Software WinPC-NC oder KinetiC-NC verarbeitet wird und als G-Code Fräsdatei an die CNC Maschine übertragen wird , welche diese Daten dann Stück für Stück auf dem Werkstück abarbeitet.

Bogenbau / Tipps und Tricks

Interessante Fakten zur altertümlichen Steinzeit – Waffe

Bogenbauer werden auch als Bogner bezeichnet. Diese Bogner gibt es bereits seit etwa 28.000 Jahren. Funde werden datiert bis in die frühe Altsteinzeit. Schon damals kam der Bogen als Waffe zum Einsatz, um vorwiegend Tiere zu erlegen. In der Jungsteinzeit dagegen wurde auch archäologisch nachgewiesen, das der Bogenbau auch für die Herstellung von Bogen als Waffe zum Einsatz kam.

Wie baue ich einen einfachen Bogen ?

Zuerst besorgt man sich ein Stück Holz. Wer hätte das gedacht :-) Geeignet für den Bogenbau sind harte Hölzer. Wichtig ebenfalls ist, das das Holz gut getrocknet wurde vor der Verarbeitung. Weiches oder nasses Holz dagegen eignet sich nicht, da es seine Biegung beibehält und so keine Spannung im Bogen zu Stande kommt.

Im folgenden Schritt wird der Bogen aus dem Holz herausgearbeitet. Hierzu lassen sich Werkzeuge wie Messer, Beile oder aber auch die Stichsäge oder Bandsäge verwenden. Wenn der Rohling aus dem Holz herausgearbeitet ist, den man übrigens Slave nennt, geht es an die exakte Bearbeitung, dem tillern.

Tillern des Bogens – Wurfarme auf der Bauchseite bearbeiten

Beim Tillern kommt es nun darauf an, den Bogen immer wieder leicht zu spannen und zu schauen, wo er sich übermäßig durchbiegt. Um diesen „Sollbruchstellen“ vorzubeugen und dafür zu sorgen, das sich der Bogen beim späteren Spannen gleichmäßig über den gesamten Wurfarm biegt und nicht an einer Schwachstelle wegbricht, wird nun an der Innenseite des Bogens ( der Bauchseite ) Material an den richtigen Stellen weggenommen.

Um hier alles haarklein zu erklären, wären einige Zeilen mehr erforderlich. TIPP: Bei wikibooks ist der Vorgang des Bogenbaus ganz gut bis ins kleinste Detail erläutert.

Kinderbogen bauen mit Weidenzweigen

Für einen kleinen Kinderbogen kann man durchaus Weidenzweige nutzen. ( Achtung, liebe Väter: Immer nur unter Aufsicht verwenden lassen !! ). Dazu kann man einfach einen daumendicken Weidenzweig absägen und eine stabile Schnur einseitig sicher befestigen. Dann den Bogen spannen ( vorsichtig, bis etwa 5-10 cm Durchbiegung erreicht sind ).

Jetzt die Schnur am anderen Ende unter dieser gehaltenen Spannung befestigen. Fertig. Das ging schnell. Für die Pfeile lassen sich auch Weidenzweige nutzen. Wir wünschen den kleinen Bogenbauern viel Spaß beim Bogenbau.